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Zwischen den tiefen Wäldern des Jura und den sonnigen Weiden des Haut-Doubs schöpft der Morbier seine Seele aus diesem bergigen Terroir, wo die Milch der Montbéliard-Kühe, die sich von wilden Kräutern und duftendem Heu ernähren, in weißes Gold verwandelt wird. Seine Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück: Um nichts zu verschwenden, schichteten die Bauern den abendlichen Käsebruch, der durch eine dünne Ascheschicht geschützt war, über den des Morgens. Heute erinnert diese schwarze Linie, die mit Pflanzenkohle oder Färberdistel gezogen wird, an die Gesten von damals.
Der Morbier präsentiert sich als runder, großzügiger Laib, dessen goldene, leicht feuchte Rinde die Sorgfalt der Reifung im warmen Keller verrät. Unter dieser Rinde schmilzt der elfenbeinfarbene, cremige Teig sanft im Mund. Beim ersten Kontakt dominiert die Rundheit: Aromen von frischer Sahne, gerösteten Haselnüssen und einem Hauch von reifen Früchten. Je reifer der Käse wird, desto mehr kommen holzige Noten von Pilzen und Humus zum Ausdruck.
Es ist wichtig, ihm Zeit zu geben, damit er an Ausdruck gewinnt, denn zu jung ist der Teig zu elastisch und der Geschmack ohne Relief. Er ist ein Bergkäse, der eine längere Lagerung in den Kellern verdient.
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